Odyssee in der Ägäis

Eigenproduktion in Zusammenarbeit mit dem Komponisten Ilyas Mirzayev, dem Kammerorchester Marmaris und dem Loryma Resort Hotel Turunc, Marmaris

 

Eine gekürzte, für Stimmgruppen und Einzelstimmen eingerichtete Fassung der Odyssee wird mit eigens komponierter Musik von Ilyas Mirzayev aus Baku, Azerbaidschan, und Solisten begleitet. Die Uraufführung ist für die erste Oktoberhälfte 2017 im antiken Amphitheater auf der Kleopatra-Insel vor Marmaris geplant. Eine Aufführung in einem Konzertsaal in Marmaris wird folgen. Die deutsche Erstaufführung soll danach in Stuttgart stattfinden.

 

 

Das Stuttgart des Hermann Lenz

Was dem Dichter heute begegnen würde – "Eine Stadt im Tal wird besichtigt"

 

„In Stuttgart sind die Plätze eng, nur eine Erweiterung der Straßen.“ Dieses Zitat des poetischen Flaneurs Hermann Lenz nahmen wir uns zum Ausgangspunkt unseres Programms „Eine Stadt im Tal wird besichtigt“. Mehr als 60 Stuttgarter Straßen hat Lenz aus historischer Sicht und mit kritischem Blick auf die 1970er Jahre betrachtet, 14 davon haben wir ausgewählt. Wir ergänzten seine Notizen, die 1967 bis 1973 im seinerzeit populären Journal „Stuttgarter Leben“ erschienen, durch eigene Beobachtungen inzwischen eingetretener Zustände. Dabei wollten wir auch an die unvergleichliche Sprache eines Schriftstellers erinnern, der von seiner Stadt kaum wahrgenommen wurde. 1975 musste er wegen Erbstreitigkeiten sein geliebtes Haus in der Birkenwaldstraße, wo er seit 1924 lebte, verlassen. Er starb 1998 in München.

Die Erstaufführung von „Eine Stadt im Tal wird besichtigt“ fand im Oktober 2016 im Württembergischen Kunstverein statt, wobei wir vorab eine kleine Kostprobe bei der Aktion "Platz da!" im Hospitalviertel zum Besten gaben. Einen Eindruck von den Aufführungen finden Sie im Rückblick.

2017 wollen wir "Eine Stadt im Tal wird besichtigt" im Freien aufführen, hoch oben und mit gutem Blick. Wann und wo, lesen Sie rechts in der Vorschau.

 

 

Dada im Galerieverein Leonberg

„wi(e)dernatürlich" – eine Finissage mit Dadagedichten

 

Bei der Finissage der Kunstausstellung von Susanna Messerschmidt „wi(e)dernatürlich" – wundervolle Dinge aus Latex und ganz fantastische Holzschnitte, wie wir finden! – präsentierten wir im Galerieverein Leonberg im Juli 2016 eigene Bearbeitungen Dada-naher Texte. Ein buntes Potpourri von "mist mountain butterfly" bis "schmackel schmackel bunz bunz schmackel schmackel bunz". Bilder sehen Sie im Rückblick auf diesen farbenfrohen Sonntag.

 

 

Utopische Manifeste

Fast einen ganzen Sommer lang auf Wolke sieben: Tägliche Lesung eines utopischen Manifests im Württembergischen Kunstverein

 

Zwischen dem 20. Juni und dem 17. August 2015 wurden Mitglieder unseres Bürgerchors zu einem festen Bestandteil von "Utopian Pulse – Flares in the Darkroom / Utopische Impulse – Flackern im Darkroom", einer Ausstellung, Performance- und Veranstaltungsreihe im Württembergischen Kunstverein. Während der gesamten Laufzeit der Ausstellung lasen wir jeden Tag ein utopisches Manifest, in unterschiedlichen Chor- und Einzelstimmen. Die Manifeste stammten größtenteils aus feministischen, queeren und postkolonialen Kontexten und waren von Ines Doujak zusammengestellt worden. Am Ende waren es 35 Manifeste, präsentiert in Deutsch und Englisch, und 51 Auftritte insgesamt. Puuuuh ... – Spaß hat's gemacht! Fotos davon im Rückblick.

 

 

Ein Märchen, eine Vision und eine Utopie für Stuttgart

Texte zur Entwicklung der Stadt: Hermann Hesse "Die Stadt", flankiert von einer schrecklichen Vision und einer versöhnlichen Utopie

 

Unser Sprechchor versteht sich in der Tradition des antiken Theaters als Ensemble, das aktuelle Geschehnisse mahnend kommentiert – besonders urbane. Mit dem Märchen „Die Stadt“, entstanden 1910, schrieb Hermann Hesse eine Parabel über Aufstieg und Fall der Zivilisation, über Überheblichkeit und Bescheidenheit, über Fortschrittsglaube und Natur. Gerade in Stuttgart ist sie aktueller denn je. Wir trugen sie im Juli 2014 im Württembergischen Kunstverein vor, begleitet von der Flötistin Katja Luft, die Werke von Scott Joplin, Edvard Grieg und Irving Berlin spielte. Es folgte eine „Vision für Stuttgart“, eine Erarbeitung des Bürgerchors mit Blick auf Stuttgart 21. Zum Abschluss las unser Chormitglied Anette Wanner ihre Utopie „Wie Stuttgart zur Luftstadt wurde“. Ein paar Bilder finden Sie im Rückblick.

 

 

"Verbrannte Bücher"

Der Bürgerchor erinnert an einen dunklen Augenblick der Geistesgeschichte in Deutschland

 

In Erinnerung an den 80. Jahrestag der Bücherverbrennung 1933 traten wir im November 2013 in einer chorischen Lesung mit einer eigenen Produktion auf. Dabei präsentierten wir Texte von und über Autoren der verbrannten Bücher (aus Volker Weidermanns „Buch der verbrannten Bücher“). Zu den Autoren gehören neben den bekannten wie Bertolt Brecht und Johannes R. Becher, Irmgard Keun, Anna Seghers und Erich Kästner auch weniger bekannte wie Johanna Bleschke / Rahel Sanzara und Adrienne Thomas.
Im Anschluss an unsere chorische Lesung trugen Katja Luft (Flöte) und Anette Wanner (Lesung) Texte von Hilde Domin vor, in denen Flucht und Exil, aber auch das zuversichtliche Dennoch zum Thema gemacht werden. Im Rückblick zeigen wir Fotos von den beiden Auftritten im Württembergischen Kunstverein und im Literaturcafé Beutelsbach.

 

 

Hoppenlau-Rundgänge

Mit Texten von und über Persönlichkeiten, die auf dem Hoppenlau-Friedhof ihre letzte Ruhestätte fanden

 

Mit kulturhistorisch-literarischen Rundgängen galten im Herbst 2012 unsere ersten institutionalisierten Schritte als Verein einer von Geschichte aufgeladenen grünen Insel im Herzen von Stuttgart: dem Hoppenlau-Friedhof. Die Rundgänge (es sind zwei – man kann sie in Folge, aber auch unabhängig voneinander besuchen!) werden regelmäßig wieder aufgenommen. Auch eine Kurzversion haben wir erarbeitet, die wir in der Stuttgartnacht 2015 bei Fackellicht und Kerzenschein vortrugen.

Die Publikumsspenden, die bei unseren Rundgängen zwischen 2012 und 2014 zusammenkamen, gaben wir an die Denkmalstiftung Baden-Württemberg weiter. In Patenschaft wurde damit die Restaurierung des Terracotta-Reliefs von Johann Heinrich Dannecker am Grabmal der fünfzehnjährigen Christiane Friederike Spittler (Los I, Stein 251) finanziert. Doch es bleibt noch viel zu tun – wir sammeln weiter! Wann, lesen Sie rechts oben in der Terminvorschau. 

Fotos nicht aller, aber vieler bisheriger Rundgänge finden Sie im Rückblick.

 

Unser 48-seitiges Heftlein mit den Texten der Hoppenlau-Rundgänge geben wir zum Selbstkostenpreis heraus. Interesse? Dann schicken Sie uns Ihre Bestellung samt Lieferadresse per E-Mail und überweisen sodann fünf Euro pro Heftlein plus zwei Euro Versandkosten auf unser Bankkonto (die Daten finden Sie hier in der Datei "Antragsformular"), und wir schicken Ihnen die Broschüre/n samt Quittung umgehend zu.